27 Mai 2006

Kein Anlass zur Hoffnung

Dass die Fernsehsender weltweit denselben Bildeindruck erwecken, erstaunt nicht: Pipimusik in Europa, Asien und Lateinamerika, pseudoernste Tagesreportagen über Unglücke und Verbrechen, aufdringliche Kaufwerbung, schmieriges Schauspielergehabe in China wie in Amerika, Russland und Europa. Interessanter wäre schon, dass auch die objektiv in den Städten gefilmten Bevölkerungen in allen Erdteilen gleich erscheinen, in den gleichen Verkehrsstaus und in den gleichen Wohn- und Bürobauten - jedenfalls in China hätte ich es immer noch ein wenig anders erwartet. Ein Fernsehphänomen beunruhigt aber ernsthaft: Sowohl im iranischen Fernsehen wie auf Al Arabiya sind Diskussionen zu beobachten ("verfolgen" kann ich sie natürlich nicht), die aufklärerischen Standards aufs Haar zu gleichen scheinen. Wenn sich dieser Eindruck verfestigen sollte, wird es immer schwieriger werden, die Defizite in den arabischen und islamischen Gesellschaften anzusprechen,
a) die autoritären Familienstrukturen und
b) das zerrüttete Bildungswesen, das kritisches
Diskutieren von Grund auf verunmöglicht.
Wie aber darüber sprechen, wenn das dumme Volk mit dem Verweis aufs eigene Fernsehen immer schon sagen kann, auch bei ihm zu Hause würde doch frei und kritisch über die Wirklichkeit und das Leben diskutiert? - Der Krebs der Lüge triumphiert nicht substantiell, mit falschen Behauptungen, sondern breitet sich für lange Zeit unsichtbar an ihren Rändern und zwischen den Formen aus, die wir nur als gute kennen.

25 Mai 2006

Fertig lustig mit Nichtfernsehgaffen

Soeben eine Seite gefunden, die weltweit Fernsehkanäle auflistet, die am Internet empfangen werden können: http://wwitv.com/portal.htm. Bisschen japanisch schauen, dann israelisch, tschechisch, persisch und chinesisch - vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Allerdings werden gute Augen vorausgesetzt...

19 Mai 2006

Captain Beefheart


13 Mai 2006

Präsidentenpalast Emmen


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Da residiert Präsident Willi - man kommt nicht weg und muss immer wieder hinschauen.

05 Mai 2006

Das Wallis lebt weiter

Mangelnder Primarschulbesuch führt zu fehlerhaften Pressetexten:
RRO, 5. Mai 2006, 17:09 Uhr
Visp: Fehlende Primarschüler führen zu Unstimmigkeiten
Da die Primarschule in Visp mit sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen hat und man für das nächste Schuljahr eine Klasse hätte schliessen müssen, hat der Gemeinderat auf Antrag der Schulkommission entschieden, das (uff!) Eyholz seine 5. und 6. Klasse nach Visp schickt. Eyholz wiederum kann diesen Entscheid nicht nachvollziehen. Sie haben (uff uff!) Visp den Vorschlag eines Mehrstufenmodells unterbreitet, den diese (uff uff uff!) aber nicht für sinnvoll hielten, da zuviele Schüler von der Massnahme betroffen wären. Der Elternrat von Eyholz möchte trotzdem nochmals mit dem Gemeinderat das Gespräch suchen./wy
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